His Master’s voice: Von Stimme und Sprache
(His Master’s voice: On Voice and Language)
                    
[Exhibition catalogue]
Editor: Inke Arns
Design: Labor B
Pages: 114-
Publisher: Verlag Kettler
Milano, Italy
Year: 2013
ISBN: 978-3862062799
Associated Exhibition:
His Master’s voice: Von Stimme und Sprache, Hartware MedienKunstVerein, Dortmund and La Panacée, Monpellier, Milano

Die Publikation, die begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Hartware MedienKunstVerein in Dortmund erscheint, ist ein umfassendes Kompendium über die Performativität von Stimme und Sprache, über die Uneigentlichkeit und Unheimlichkeit des Sprechens, über die Stimme als politischer Sprachakt sowie Sprache als performativer Sprechakt.

Wie handeln wir durch Sprache – und wie handelt Sprache durch uns? Das Buch widmet sich den unheimlichen, irritierenden und auch komischen Momenten, die die menschliche Stimme und Sprache hervorbringen. In Performances, Videomontagen und Webprojekten wird das emotionale, soziale und politische Potential der Stimme erfahrbar: Wie hängt die Stimme mit dem Körper und der Identität eines Menschen zusammen? Was passiert, wenn sich das Gesprochene vom Sprecher löst, der Text vom Sinn oder der Ton vom Bild? Was, wenn eine Stimme gar nicht zu dem Körper gehört, der sie hervorbringt?

Die vorgestellten Künstler – darunter gleichermaßen junge, aufstrebende Positionen und bekannte, etablierte Namen wie William S. Burroughs, Bruce Nauman und Richard Serra – lassen Bauchredner und Synchronsprecher, aber auch Propagandisten und Prediger zu Wort kommen. Sie untersuchen und reinszenieren historische und aktuelle Sprechakte, erforschen die emotionale und spirituelle Wirkung von Stimmgewalt und Wortakrobatik, spielen mit Sinn- und Identitätsverschiebungen. Und sie experimentieren dabei immer auch mit den Medien, die Stimmen aufzeichnen, zum Klingen oder zum Verstummen bringen.

Der Katalog stellt insgesamt 28 künstlerische Positionen vor und enthält Textbeiträge von Dr. Inke Arns, Florian Cramer, Bojana Kunst, Liesbeth de Mol, Katarina Zdjelar und Fabian Saavedra-Lara.